
Ein Gelenk verbindet. Es sorgt dafür, dass einzelne Teile zusammenspielen und Bewegung möglich wird. Was für unseren Körper selbstverständlich ist, gilt auch für unser Gesundheitssystem: Auch dort brauchen wir funktionierende Gelenke.
Denn für Menschen endet eine Behandlung nicht an der Tür einer Ordination, eines Krankenhauses oder einer Rehaeinrichtung. Wer etwa ein neues Hüftgelenk bekommt, erlebt einen Weg, der lange vor der Operation beginnt und danach weitergeht. Von der Diagnose über den Eingriff bis zur Rehabilitation und Physiotherapie greifen viele Leistungen ineinander.
Genau an diesen Übergängen entscheidet sich viel. Auch eine medizinisch hervorragend durchgeführte Hüftoperation entfaltet ihren vollen Nutzen erst, wenn Nachsorge, Rehabilitation und Physiotherapie gut zusammenspielen.
Unser Gesundheitssystem ist jedoch noch stark in einzelnen Bereichen und Zuständigkeiten organisiert. Für Patient*innen sind diese Grenzen nicht entscheidend. Sie wollen sich auf ihrem gesamten Weg gut betreut fühlen. Doch genau das ist noch nicht selbstverständlich.
Deshalb müssen wir die Verbindungen zwischen den einzelnen Bereichen stärken. Krankenhäuser, niedergelassene Ärztinnen* und Ärzte*, Therapie, Rehabilitation, Pflege und weitere Partner*innen müssen besser ineinandergreifen. Dafür brauchen wir Rahmenbedingungen, die Zusammenarbeit erleichtern und fördern.
Die Beiträge dieser Ausgabe zeigen, was moderne Medizin rund um unsere Gelenke leisten kann. Sie zeigen für mich auch, worauf es darüber hinaus ankommt: Für Menschen darf Versorgung keine Abfolge einzelner Stationen sein. Sie muss ein zusammenhängender Weg sein. Dafür braucht unser Gesundheitssystem gute Gelenke.
Dr. Michael Heinisch
Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe
Bild: Peter Mayr