Carmen Baumgartner-Pötz von der Tiroler Tageszeitung
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Gastkommentar: Die Hitze wird zur großen Herausforderung

Kommentar

Carmen Baumgartner-Pötz, Tiroler Tageszeitung

Hinter uns liegt ein Sommer der Temperaturrekorde. Längst ist den meisten aber die oberflächliche Freude über die vielen schönen Tage am See, Meer oder Berg vergangen. Denn zum Wissen, dass der menschengemachte Klimawandel folgenschwere Auswirkungen auf die Umwelt hat und Naturkatastrophen begünstigt, kommt auch noch ein gesundheitspolitischer Aspekt dazu:

Hitze stellt eine massive Belastung für vulnerable Gruppen wie Kinder, ältere Menschen und Schwangere dar. Aber auch gesunde, trainierte Menschen sind im heurigen Sommer an ihre Belastungsgrenzen gekommen. Wohnungen, die sich über Tage oder Wochen auf 30 Grad aufgeheizt haben, waren gerade in den Städten mehr Regel als Ausnahme. Laut der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat es im Juni und Juli 646 hitzebedingte Todesfälle in Österreich gegeben – das ist ein neuer Höchstwert.

Klar ist: Die Zeiten werden nicht mehr kühler, im Gegenteil. Wir stehen als Gesellschaft also vor der Herausforderung, uns an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Der Ruf nach mehr Klimaanlagen an Orten, wo Menschen besonders gefährdet sind – Schulen, Kindergärten, Spitäler oder Pflegeeinrichtungen – kann aber nur Teil einer Gesamtstrategie sein. Unter anderem braucht es einen Präventionsleitfaden, wie man besser mit hohen Temperaturen umgehen kann. Von den Gepflogenheiten in südlichen Ländern kann man sich einiges abschauen: Vielleicht fangen wir einfach mit der Bereitschaft zur Siesta an.

Der Kommentar gibt die Meinung der Autorin wieder und muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.

Bild: Thomas Böhm

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