Mann kniet auf dem Boden und macht Trainingsübungen, Therapeutin daneben und unterstützt.
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Rehabilitation, die im Alltag ankommt

Reportage
Unsere Einrichtungen

Nach orthopädischen Operationen an Knie, Hüfte oder Schulter ermöglicht die ambulante Reha eine intensive therapeutische Betreuung, ohne das gewohnte Umfeld verlassen zu müssen.

Von Karin Lehner

In den eigenen vier Wänden logieren und tagsüber zur Therapie ins wohnungsnahe Reha-Zentrum einchecken. Trainiert wird in der Gruppe und in Einzeltherapie. Danach geht es wieder nach Hause. Das macht vieles leichter und vor allem nachhaltiger. Denn was in der Therapie erarbeitet wird, kann zu Hause umgesetzt werden. Ob Stiegen steigen, einkaufen oder alltägliche Bewegungsabläufe, neue Bewegungsmuster werden dort geübt, wo sie später tatsächlich gebraucht werden. Treten im Alltag Herausforderungen auf, können sie unmittelbar in die Therapie einfließen und gemeinsam mit dem Team bearbeitet werden. So entstehen Routinen, die langfristig bleiben.

Die erste Phase der Rehabilitation beginnt im Krankenhaus, oft gleich nach der Operation. Angebote der Phase II und III finden außerhalb statt, in spezialisierten ambulanten Zentren. Patient*innen erhalten dort die gleichen Leistungen wie bei einer stationären Rehabilitation, können diese jedoch besser mit ihrem Alltag vereinbaren. Voraussetzung ist, dass sie bereits ausreichend mobil sind, um selbstständig oder mit Hilfe zur Therapie kommen zu können.

Sechs Wochen gezieltes Training

Die ambulante Rehabilitation dauert sechs Wochen. Trainiert wird an zwei bis drei Halbtagen pro Woche. Insgesamt absolvieren Patient*innen so 60 Therapieeinheiten. Jeder Therapieplan ist individuell und wird auf persönliche Bedürfnisse abgestimmt. Nach einer ausführlichen medizinischen Untersuchung folgt ein Programm aus Physio-, Ergo-, medizinischer Trainings- und physikalischer Therapie. Enthalten sind Kraft- und Ausdauertraining, Heilmassage, Lymphdrainage, Elektrotherapie (Ultraschall) und Beratung in puncto Ernährung, Schmerz- und Stressbewältigung sowie Sport.

Thomas Weigel kennt als Verwaltungsdirektor der Reha.ambulant Ried im Innkreis die Vorteile. „Durch die enge Vernetzung der Standorte Wien, Linz und Ried werden gemeinsame medizinische Therapiestandards genutzt. Das sichert allen Patientinnen und Patienten eine evidenzbasierte Betreuung auf einem modernen wissenschaftlichen Niveau.“

Therapeutin erklärt Patientin auf Trainingsgerät Übung.

Die Reha.ambulant Linz ist fußläufig zum Ordensklinikum. © Alek Kawka

Die ambulante Rehabilitation findet an vier Standorten statt:

Reha.ambulant Linz Herrenstraße
Vinzenz Ambulatorium Linz
Herrenstraße 54, 4020 Linz
Tel: +43 732 7677-7620
E-Mail: sekretariat@vinzenz-ambulatorium.at

Reha.ambulant Ried im Innkreis
Schlossberg 1, 4910 Ried im Innkreis
Tel.: +43 7752 602-1150
E-Mail: ried@reha-ambulant.at

Reha.ambulant Wien-Speising
Orthopädisches Spital Speising
Institut für Physikalische Medizin und Orthopädische Rehabilitation
Speisinger Straße 109, 1130 Wien
Tel.: +43 1 801 82-1576 (von 8.00 bis 12.00 Uhr)
E-Mail: reha.ambulant@oss.at

Die Reha.ambulant Wien-Speising feiert heuer ihr 15. Jubiläum. Seit 2011 wurden schon 7.500 Patient*innen erfolgreich begleitet. Was heute für rund 600 Patient*innen pro Jahr selbstverständlich ist, war 2011 ein Pilotprojekt. Als erste ambulante orthopädische Rehabilitation in Wien startete sie mit nur zwei Gruppen.

Reha.ambulant Wien-Meidling
Vinzenz Ambulatorium & CARDIOMED – Wien-Meidling
Schönbrunner Straße 218–220
Stiege A, 1. OG, 1120 Wien
Tel.: +43 1 810 7767
E-Mail: wienmeidling@reha-ambulant.at

Headerbild: Die Reha am Standort Wien Meidling liegt zentral bei den Öffis. © Alek Kawka

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