Michael Heinisch
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Editorial von Dr. Michael Heinisch zur Sommerausgabe 2026

Kommentar

Wer das Gesundheitswesen aus der Perspektive einer Patientin oder eines Patienten erlebt, macht oft dieselbe Erfahrung: Die einzelnen Stellen arbeiten gut. Aber zwischen ihnen ist man oft auf sich allein gestellt. Die Folgen zeigen sich im Alltag der Betroffenen. Sie müssen ihre Geschichte mehrmals erzählen. Und sie müssen selbst organisieren, was eigentlich zusammengehören sollte, etwa Folgeuntersuchungen, Physiotherapie oder Unterstützung in der Pflege.

Das ist für viele aufwendig. Und es müsste nicht so sein. Der Grund liegt darin, dass unser Gesundheitswesen vor allem entlang von Zuständigkeiten organisiert ist. Für die Menschen, die es brauchen, zählt aber etwas anderes: dass sich zusammenfügt, was zusammengehört.

Beispiele in der Praxis zeigen, dass dort, wo Zusammenarbeit gelingt, Versorgung einfacher wird. Wege werden kürzer, Entscheidungen klarer und Übergänge funktionieren.
Auch in der Vinzenz Gruppe haben wir in den vergangenen Jahren erlebt, wie Kooperation Versorgung spürbar verbessert.

Aus diesen Erfahrungen ist mein Buch „Die Kraft des Miteinander“ entstanden. Es zeigt, was möglich wird, wenn Zusammenarbeit zum Prinzip wird und nicht die Ausnahme bleibt.
Kooperation ist kein Idealismus. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Gesundheitsversorgung für die Menschen wirklich funktioniert.

Dr. Michael Heinisch
Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe

Bild: Peter Mayr

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